Freitag, 17. Februar 2012

Es gibt erstaunlich viele Paralellen zwischen dem neuen Album von Robert Glasper ...


... und dem neuen Album von Esperanza Spalding.
           
Beide sind Jazzmusiker, tendieren aber bei ihren neuen Alben Richtung Pop, Funk, HipHop und Rock.

Robert Glasper nennt sein Album 'Black Radio', das Album von Esperanza Spalding heißt 'Radio Music Society'.

Auf beiden Alben gibt es sehr gelungene Coverversionen von Welthits. Bei Robert Glasper ist es Sade's 'Cherish The Day' und Nirvana's 'Smells like teen spirit', Esperanza Spalding covert Michael Jackson's 'I can't help it'.

Und zu guter Letzt gehören beide Alben schon heute zu den Top-Veröffentlichungen des Jahres 2012.
                           
Der einzige Unterschied besteht darin, dass Robert Glasper zahlreiche Gäste eingeladen hat: Erykah Badu, Bilal, Lupe Fiasco, Lalah Hathaway, Shafiq Husayn (Sa-Ra), KING, Ledisi, Chrisette Michele, Mos Def, Musiq Soulchild, Meshell Ndegeocello und Stokley Williams (Mint Condition) - Esperanza Spalding kommt ohne große Namen aus.
                              
Das Robert Glasper sicher mit einem Bein im Jazz und mit dem anderen im Hip-Hop und R&B steht, ist seit seiner herausragenden Zusammenarbeit mit Q-Tip auf dessen Album The Renaissance (2008) unwiderruflich belegt.

Glasper selbst definiert seine Art der Verbindung des Jazz mit HipHop und Soul schlichtweg als „The Jazz music of today“.

Diese Aussage kann man getrost auf beide Alben anwenden. Hierbei fällt mir auch das Debutalbum von Ralph Kiefer ein, dass ebenfalls in diese Rubrik passt. Diese Aussichten für den Jazz gefallen mir. Da hätte ich gerne mehr davon :)







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